Eine wahre Liebesgeschichte – Teil 3
Das (verabredete) Zeichen
und eine schlimme (Vor-)Ahnung

Mancher findet sein Herz nicht eher, als bis er seinen Kopf verliert…

 

Nachdem ich nach meinem ersten Besuch im Burgund bei Philippe und Stephanie am 16. Dezember wusste, dass ich fürs erste nach Frankreich gehen würde, schrieb ich mich in eine Auswanderer-Gruppe ein, um an einige Infos zu gelangen. Das war an Sylvester. Ich hatte Monate hinter mir, in denen ich meinen Hof auflöste und mich von so vielen Tieren trennen musste. Es war furchtbar. In Deutschland hatte ich alles verloren und das Letzte, an was ich denken konnte, war eine erneute Partnerschaft… Oh bitte, bloß nicht! In der Auswanderergruppe wurde ich nicht gerade freundlich empfangen, nur einer sprach mir Mut zu und das war BATU! Dennoch habe ich in keiner Minute an eine Liebschaft gedacht. Hier ist Teil 3 und Du liest, welches (verabredete) Zeichen mir gesendet wurde um zu erkennen, dass ich meinen Krieger gefunden hatte. Teil 1 »Schicksalhafte Botschaften«  gibt es hier und Teil 2 »Ein neues Leben- A New Life« hier. Enjoy!

 

Eine wahre Liebesgeschichte - Teil 3 <br>Das (verabredete) Zeichen<br> und eine schlimme (Vor-)Ahnung

 

Ich erfuhr, dass Batu in Südfrankreich auf seinem Hausboot lebte, und weil mein Sohn so etwas sooooo cool fand, schrieben wir uns. Sehr schnell fanden wir heraus, wieviele Interessen wir gemeinsam hatten, dieselbe Liebe zu Natur, Landwirtschaft und zu den alten Riten. Wir tauschten uns jeden Tag aus, hielten Kontakt und schrieben uns. Jeden Tag! Es fing am Morgen nach dem Aufwachen an und hörte auf, als wir zu Bett gingen. Kann man einen Menschen erfassen über Zeit und Raum? Wieviel Möglichkeiten gibt es für Projektionen und wie kann ich meinem Gefühl trauen? Viel habe ich über diese Dinge nachgedacht…

 

 

Doch immer mehr schlich er sich in mein Herz

Locker beschlossen wir, uns vielleicht einmal zu treffen, wenn ich in Frankreich bin. Noch immer hatte ich mit einem möglichen neuen Mann überhaupt nichts im Sinn, im Gegenteil. Für mich war klar, dass Frauen wie ich wahrscheinlich niemals den richtigen, ebenbürtigen Partner finden würden und das alles andere nur ein Kompromiss war. Ich war eine »Kriegerin des Herzens«, wild und unbezähmbar und ich hatte meine Suche nach »meinem Krieger« schon lange los gelassen und war vollkommen einverstanden damit.

 

Batu und ich schrieben täglich und telefonierten auch schon bald. Seine Stimme berührte mich stark. Er hat schon viel früher gewusst, dass er mit mir seine Königin gefunden hatte. Ich war noch viel zu sehr verschlossen. Doch immer mehr schlich er sich in mein Herz und berührte mich auf eigentümliche Weise…

 

 

Das verabredete Zeichen

Wir begannen Träume zu haben, die uns den Weg wiesen…wir wachten auf gemeinsam und gingen zusammen zu Bett…alles virtuell! Wie verrückt! Die Träume verwirrten mich, während Batu eine tiefe Sicherheit ausstrahlte. Und dann kam der Moment, in dem MIR alles klar wurde. Ich hatte immer von einem richtigen Krieger geträumt und habe ein Faible für archaische Waffen. Bögen, Armbrust und Co lassen mich schneller atmen. In einem Nebensatz erwähnte Batu, dass er von der Hafenmeisterin gebeten wurde, der Wildschweinplage im Hafen ein Ende zu setzen mit seiner Armbrust.
Bitte WAS??? Junge, ja klar! Du kannst mir ALLES erzählen…

Dann kam es, das Bild von seiner Armbrust auf mein Handy… Diese Armbrust hat mir mit einem mal alles klar gemacht! Ich kann es nicht erklären, aber die Armbrust war DAS Zeichen! Wir wurden immer mehr EINS, erzählten uns unser Leben. Er war zur selben Zeit wie ich in Hamburg und in Paris, in denselben Jahren. Ich erfuhr, dass er ehemaliger Elitesoldat war und später Schiffsbaumeister und sein Leben war aufregend und von vielen Hochs und Tiefs begleitet, genau wie meines. Sein Leben war verrückt wie meines. Schnell wurde beschlossen, dass Batu mich aus Deutschland abholen und mit mir den Umzug vollbringen würde. So fieberte ich unserer ersten Begegnung entgegen, während er sich unverbrüchlich sicher war.

 

 

Dies alles tat er für mich, OHNE mich zu kennen…

ICH war furchtbar aufgeregt. Batu bot mir seine Hilfe an. Er fuhr, bevor wir uns treffen würden, nach Montpont, um die ganzen Zäune zu installieren für meine Pferde. Er kaufte auch einen Kühlschrank und eine Waschmaschine für mich und stellte es schon einmal in mein zukùnftiges Zuhause.
Dies alles tat er für mich, OHNE mich zu kennen…

 

Doch eigentlich hatten wir das Gefühl, uns seit Ewigkeiten zu kennen. Wir hatten das Gefühl, er ist ich und ich bin er, nur in zwei verschiedenen Körpern. Dennoch wollte ich es nun in „echt“ wissen, nachdem wir mehr als zwei Monate nun „virtuell“ miteinander die Tage verbracht hatten. Ich spürte, dass etwas nie Gekanntes auf mich zukam.

 

ICH möchte erwähnen, dass die Umwelt sehr misstrauisch auf uns reagiert hat. Sicherlich, wenn mir das jemand erzählt hätte, wäre ich vielleicht selber skeptisch gewesen. Doch meine engsten Freundinnen verstanden sofort, was mit mir los war und dass es LIEBE war.

Und dann kam er, der Tag. Batu würde abends ankommen. Am Liebsten wäre ich weggelaufen und doch wieder nicht… ICH sollte ihn endlich sehen, anfassen, riechen und begreifen können. Jede Faser meiner Zellen waren schon den ganzen Tag in Schwingung. Es war schon stockdunkel, als wir uns trafen. Und dann stand er auf einmal vor mir…

 

 

Da stand er also auf einmal vor mir!

Ich war ihm von meinem Hof entgegen gekommen, ich hatte Batu im nahe gelegenen Hotel untergebracht (um auf Nummer sicher zu gehen?;-) ) und es war stockfinster.
Ich erahnte ihn mehr, als wie ich ihn sah. Er war ganz in Schwarz gekleidet mit einem bodenlangen schwarzen Mantel, sein grauer Bart leuchtete im Dunkeln. Wir fielen uns in die Arme und ich trank seinen Duft, ein Gemisch aus der männlichsten Männlichkeit, die mir je begegnet war und ein wenig rauchigem Whiskey und purem Tabak. Ansonsten duftete er einfach nur nach sich selbst. Und dieser Duft war mir so vertraut, ER war mir so vertraut, wie ich da in seinen Armen lag und es war noch nicht einmal mit Engelsgesang und Trompeten…nein…es war einfach, gut, warm, sicher und vertraut, geborgen und selbstverständlich. Batu war riesig, ich als grosse Frau musste zu ihm aufschauen. Mein erster Gedanke war: „Oh Himmel, aus dieser Nummer komm ich nie wieder raus!!!“ Dieser Satz sollte mich noch oft begleiten…

 

Es war so klar, dass dies die Liebe meines Lebens ist. Ich WUSSTE es einfach tief in mir. Sein pechschwarzer Hund, ein Thai Ridgeback namens Black spielte mit meiner Australian Shepherd Hündin, während wir in unserer Umarmung versanken. Auch meine Hündin hatte sich augenblicklich verliebt in das schwarze Etwas, gerade sie, die immer zickig und wählerisch war. Von diesem Moment an konnten wir uns nicht mehr trennen, es war einfach unmöglich. Ich verbrachte die Nacht mit ihm im Hotel und am nächsten Tag bereiteten wir die erste Etappe meines Umzugs nach Frankreich, ins schöne Burgund vor. Batu war ruhig und sicher in allem, was er tat. In seiner Nähe zu verweilen, war das Schönste, was ich je erlebt hatte. Alle Geschichten von zwei Hälften, EINER Seele in zwei Körpern, glaubte ich sofort, denn ich FÜHLTE es so. Nun ist es so, dass wir oft energetisch etwas augenblicklich wissen, doch der Verstand und unser Körper hinterher kommen muss. Auch wir mussten uns „kennenlernen“, obwohl das so lächerlich klingt, denn wenn ein Gefühl vorherrschend war, dann das Gefühl, uns seit Ewigkeiten ganz und gar zu kennen. Ein irres Gefühl!

 

Jetzt hörte ich sein „Guten Morgen, mein Herz“ hautnah und nicht mehr virtuell. Batu ist Deutscher, der seit 25 Jahren in Frankreich lebt. Als wir uns trafen, hatte er Schwierigkeiten deutsch zu sprechen, er hat einen französischen Akzent wie die französischen Männer mit dem Slang der Marseilleser, der mich verrückt werden lässt..

 

Wir sagen oft, Batu ist der Fels und ich die Brandung…

Und so fuhren wir die erste Tour nach Frankreich. Batu hat die Ruhe weg, und wenn er eines hasst, dann Stress. Ich bin eher die Quirlige, die tausend Dinge gleichzeitig und am Liebsten in einer Sekunde macht. Wir sagen oft, Batu ist der Fels und ich die Brandung… eine wundervolle Kombination, der wir uns ganz ergaben. Wir fuhren den Umzug in Etappen und übernachteten in Hotels und speisten ausgiebig am Abend. Die französische Lebensart, alles vom Feinsten zu geniessen, brachte mir Batu rasch bei. Ich fand grossen Gefallen daran, schliesslich waren wir beide vom Sternzeichen her Stiere.

 

Als wir in der Bourgogne ankamen, packten wir schnell aus und fuhren sofort wieder um, um die nächsten Dinge zu holen. Nachdem wir alles erneut eingepackt hatten, hiess es Abschied zu nehmen von meinem Hof. Die Pferde sollten auch bald von einem Transportunternehmen abgeholt werden, meine Freundin würde sich darum kümmern, dass sie sicher ankommen. Batu fuhr in seinem Transporter vorraus und ich mit meinem Suzuki Jimny, meinem Sohn und Hund, Katze hinterher. Natürlich übernachteten wir wieder und ich bemerkte, dass sich meine Hündin total in Black, Batus Hund verliebt hatte. Es war eigenartig, ihr zuzusehen, wie sie Black lockte und umgarnte. So kannte ich sie gar nicht. Es war verrückt zu sehen, dass sich sogar mein Hund Hals über Kopf in einen Teil meines Batu verliebt hatte. Die Hunde nahmen jeweils den anderen Menschen ebenfalls sofort an. Es war, als wenn die Familie perfekt wäre.

 

 

Bienvenue a la maison

In Frankreich angekommen wurden wir sooo lieb von den Anderen empfangen. Ein riesiger Teddy lag vor meinem Haus und die Farmleute hatten liebevoll Häppchen und Sekt vorbereitet und es stand über der Haustüre:

 

„BIENVENUE A LA MAISON.“ (Willkommen zu Hause)

 

Die nächsten Wochen waren geprägt vom Ankommen, sich orientieren, miteinander leben, gemeinsam aufstehen und abends zu Bett gehen. Wir schwangen ineinander ein. Wir kümmerten uns um die Pferde, arbeiteten, waren miteinander. Es war so, dass wir den ganzen Rest unseres Lebens miteinander verbringen und keinen Tag mehr missen wollten.
Batu hatte sein Hausschiff verlassen (es stand zum Verkauf) und hatte alles mögliche zurückgelassen. Er lebte mit uns und hatte nur das Notwendigste mitgebracht. Darunter natürlich auch seine Armbrust und seine archaischen Waffen. Für mich war es wundervoll, in seiner Nähe zu sein und gleichzeitig hatte ich auch Respekt vor dieser Liebe, die ich empfand. Sie war so umfassend, so reich, so erfüllend, wie ich es noch niemals vorher erlebte. Ich war völlig neu. Zum ersten Mal erfuhr ich, wie es ist, wenn du das Männliche in deinem Schossraum hälst. Es war einfach so, ich musste nichts dafür tun.

Natürlich hatte ich als Frau auch oft innerliche Gedanken, ob ich überhaupt schön genug, gross genug, würdig genug sein würde, ja, ich hatte Angst, dass ich es „versauen“ könnte.
Wir hatten auch einigen Widerstand hier in unserer kleinen Community, es gab zwei Menschen, die wollten partout nicht tolerieren, dass Batu und ich jetzt zusammengehören, die hatten Sorge, dass sie nicht mehr über mich verfügen können… Ja, im Aussen begegnete uns so manche Hürde. Aber wir waren eins, anders kann ich es nicht in Worte kleiden.
Ich fühlte mich unfassbar beschenkt durch diesen Mann an meiner Seite, endlich war da EINER, der mir das Wasser reichen konnte, zu dem ICH aufschauen konnte. Ich fühlte mich beschützt und ich habe zum ersten Mal in meinem Leben radikal JA gesagt zu dieser Liebe.

 

 

Eine (schlimme) Vorahnung

Das war eins der prägendsten Dinge, an die ich mich erinnere: Mein eigenes inneres vollständiges JA zur Liebe zu einem Mann! Zu DIESEM Mann! Doch nach nur wenigen Wochen wurde Batu plötzlich auf das Weingut gerufen, auf dem er immer wieder gearbeitet hatte in Südfrankreich. Die Besitzer hatten keinen Nachfolger so schnell gefunden und brauchten dringend Hilfe und da Batu sich verantwortlich fühlte, sagte er zu. Das war ganz schrecklich, dass er wegging, wir trösteten uns damit, dass es nur für ein paar Tage sein würde. Er nahm nur eine Kleidung mit und liess seine gesamte Habe bei mir.

Als wir uns morgens verabschiedeten, hörte ich mich sagen:

Und was ist, wenn du nicht mehr wiederkommst?

Meine Seele ahnte wohl etwas, wie klug, aber ich wunderte mich damals, dass ich so etwas sagte… Und natürlich antwortete mir Batu lächelnd:

So ein Quatsch, mein Herz. Warum sollte ich nicht mehr wiederkommen? Ich will mein Leben mit dir verbringen. In ein paar Tagen bin ich wieder zurück.

 

Wir verabschiedeten uns zärtlich und dann war er weg. Wir beide ahnten damals nicht, dass das Leben eine schwere Prüfung für uns bereit hielt und wir für eine längere Zeit auseinandergerissen wurden. Es war eine Ewigkeit für mich und die schwerste Zeit meines Lebens, die nun folgen sollte.
Doch noch ahnte ich nichts…

Fortsetzung folgt…

 

 

Wenn du wissen möchtest, wie es weiter ging mit uns – es wird noch sehr spannend – komm in die Lovelylifeblog Facebook-Gruppe hier.

 

Viele weitere bewegende Texte von mir findest du hier:

Lilia Christina Martiny
MANIFEST DER KRIEGERIN DES HERZENS-
BOTSCHAFTEN AUS DEM HERZEN LILITHS

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Schirner Verlag
ISBN: 978-384341266
1. Auflage 2016

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Auf meine  Facebook Seite »Kriegerin des Herzens« gelangst Du hier.
Über unsere Liebe und den gemeinsamen Weg, über die Ökologie und Philosophie der Farm, auf der wir wohnen und all die wunderbaren Geschichten der Menschen und Tiere hier und den Abläufen auf der Farm und ganz besonders auch von den Pferden, berichte ich hier.

 

Das wunderbare Foto von mir und Batu ist von meiner lieben Freundin, der Fotografin Jasmin Bojé. Ihre Facebook Seite findest Du hier.

 

Einen sehr passenden Post von Werner zu dem Thema findest du hier: WIE DU ZEICHEN ERKENNST,DIE DIR GESENDET WERDEN (in den Rauhnächten und in Deinem Leben)

 

Wir erzählen Dir unsere Geschichte und versuchen so ehrlich wie möglich zu sein. Wir tun dies, weil eine wahre Liebesgeschichte unendlich viel Kraft besitzt und vieles bewirken kann. Wir bitten dich, in jeder Sekunde achtsam und respektvoll damit umzugehen. Aus Liebe zum Leben…

 

Herzensgrüße!

Lilia

Lilia Christina Martiny

Lilia Christina Martiny

info@sternberg-hof.de
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