Ein wahre Liebesgeschichte –
(vorerst) letzter Teil Die Prüfung

Hier endlich ist er also nun, der (vorerst) letzte Teil unserer Liebesgeschichte – die Prüfung- und er hat es in sich, wahrscheinlich habe ich auch deshalb so lange gebraucht, ihn zu schreiben, weil es mir noch immer nicht leicht fällt, diese Zeit überhaupt in Worten zu beschreiben. Wie erzähle ich etwas, worüber es eigentlich keine Worte gibt?

Inzwischen haben Batu und ich geheiratet. Ich kann es immer noch kaum glauben, dass alles so gekommen ist. Denn der Teil, den ich heute erzähle, hat uns auseinandergerissen und ich wusste damals nicht, ob wir uns jemals wiedersehen. Selbst jetzt klopft mein Herz noch, wenn ich an diese aufwühlende Zeit zurückdenke…

Ihr erinnert euch, dass Batu und ich in Frankreich die ersten Wochen glücklich zusammen lebten und er dann in seine alte Heimat auf das Weingut gerufen wurde? Wir dachten, dass wir uns in ein paar Tagen wiedersehen, doch dann kam alles ganz anders. Wenn du magst, lese noch einmal Teil 1 und Teil 2 und Teil 3 unserer Geschichte. Enjoy, sofern das überhaupt möglich ist…

 

Ein wahre Liebesgeschichte - <br>(vorerst) letzter Teil Die Prüfung

 

Keine Antwort

Ich schaute Batus Transporter nach, wie er um die Ecke verschwand. Abrupt drehte ich mich um, um mich mit etwas anderem zu beschäftigen, damit ich nicht so sehr fühlte, wie tief ich ihn schon vermisste. So ging ich meinem Tagesablauf nach und gegen Nachmittag schickte ich eine Nachricht, ob er gut angekommen wäre…doch ich bekam keine Antwort und er war auch nicht online gewesen. Komisch, dachte ich und schob mein aufkeimendes unheimliches Gefühl beiseite. Noch nie hatte er sich nicht gemeldet, bisher konnte ich mich felsenfest auf ihn verlassen.

Gegen Abend wurde ich dann unruhig, was, wenn etwas passiert war? Ich rief ihn an. Das Telefon klingelte, aber keiner ging ran. Auch den gesamten Abend über, bekam ich kein Zeichen von ihm. Meine Gedanken liefen Amok, aber ich versuchte mich zu beruhigen. Es machte alles keinen Sinn, er hatte alle seine Sachen hier bei uns gelassen, warum sollte er einfach fortgehen? Dass seine Armbrust bei mir stand, beruhigte mich am meisten, ich wusste, wie sehr er daran hing. Irgendwie wusste ich, wo seine Armbrust ist, da ist sein Herz, auch wenn dies vielleicht komisch klingt.

 

Die Nacht hatte ich wirre Träume und musste mehrmals weinen, die Angst packte mich, dass ihm etwas passiert sein könnte. Mit der Angst wurde mir klar, dass ich im Grunde gar nichts über ihn wusste, ich kannte weder seine Freunde, noch Familie, noch hatte ich irgendwelche Adressen. Wie leichtsinnig von mir! Ich ärgerte mich über mich selber, wie naiv ich doch war. Den Dienstag verbrachte ich wie in Trance, ständig liefen mir die Tränen, eine Faust griff nach meinem Herzen und ich musste alle meine Selbstbeherrschung aufbringen, um zu funktionieren.

 

Achterbahn der Gefühle

In der Nacht zu Mittwoch weinte ich hemmungslos und schlief keine Sekunde. Wirre Träume wechselten sich ab mit tiefer Liebe, die ich empfand und dem Gefühl, diesen Geschehnissen machtlos ausgeliefert zu sein. Ich konnte nichts tun, ich konnte keinen klaren Gedanken fassen und fühlte mich wie gelähmt. Ich unterdrückte den Impuls, einfach ins Auto zu steigen und nach Südfrankreich zu fahren, um das besagte Weingut zu finden oder zu seinem Schiff zu fahren. Doch und dann?

Mutlos liess ich diesen Gedanken wieder los. Mittwoch Morgen packte mich dann die Wut. War er etwa nur ein weiterer Ar…mann, der abhaute, sobald die Frau seines Herzens leibhaftig da war? Meine Gedanken und Gefühle gingen auf und ab. Jeder Anruf ging ins Leere. Gleichzeitig schämte ich mich, dass ich unserer Liebe nicht bedingungslos vertraute. Und doch, was, wenn ich einfach nur naiv war?

 

Ich wollte ihn einfach nur
wieder haben…

Ich schrieb per Messenger ellenlange Zeilen, dass er mir doch bitte sagen soll, was ist und wenn er mich nicht will, dann würde ich das akzeptieren, aber er solle mich doch bitte nicht einfach stehen lassen. Doch seitdem er weg war, war keiner mehr online. Ich schrieb mir alles aus dem Herzen, während ich weintrinkend und heulend meinen Alltag nicht mehr gut bewältigen konnte. Da rollte etwas an in mir, das war so gross und so schmerzlich und noch hielt ich es im Schach, doch ich ahnte etwas, was ich mir nicht eingestehen konnte. Ich wollte einfach, dass alles wieder so war wie vorher und dass dies alles nicht geschieht. Doch es war genau so, er war weg und meldete sich nicht mehr. Was war mit ihm? Hatte er sich aus dem Staub gemacht? War ihm doch alles zuviel und er hatte nicht den Mumm, es mir ins Gesicht zu sagen? Lag er womöglich irgendwo in einem Krankenhaus und hatte einen Unfall? War er gar tot? Oh Gott, bitte, das nicht, das konnte einfach nicht sein…

Des Morgens, wenn ich aufwachte, spürte ich ihn so nah bei mir, dass ich manchmal dachte, er wäre wieder da. Er war da, ich fühlte ihn und unsere Liebe in jeder Zelle. Es war eine Gewissheit. Die nächste Sekunde fiel ich wieder tief in Abgründe, denn ich konnte nicht begreifen, warum ich einfach keine Nachricht bekam. Warum nur? Was wollte das Leben mir damit sagen? Was hatte ich nicht richtig verstanden? Wie konnte ich das Ganze auflösen? Was konnte ICH nur tun?

 

Langsam merkten alle, was los war

Natürlich bemerkten alle auf der Farm, dass etwas nicht stimmte. Sie sahen mich verwirrt und mit verweinten Augen, doch ich wollte auch nicht sagen, dass Batu sich nicht gemeldet hatte bis jetzt, ich konnte es nicht ertragen, dass vielleicht jemand zu mir sagte: Hey, vergiss diesen Mann, es ist doch wohl offensichtlich. Worauf wartest du noch? Meine besten Freundinnen waren in dieser Zeit mein grosser Halt, ich telefonierte fast täglich mit ihnen und wir spürten gemeinsam hin, was war. Besser gesagt, sie spürten, denn ich konnte nicht mehr klar denken.
Dann auf einmal auf Messenger sah ich, dass er online war. Ein paar Sekunden, dann wieder weg, dann wieder ein paar Sekunden, wieder weg. Ich hätte schreien können: WAS WAR DAS?
Fast schien es mir, als ob jemand versucht immer online zu kommen. Und auf einmal wurde meine Nachricht gelesen und ich bekam Antwort:

 

MEIN HANDY IST GEKLAUT. ICH KOMME IN NICHTS MEHR REIN. MACH DIR KEINE SORGEN. ICH LIEBE DICH: IN EIN PAAR TAGEN BIN ICH WIEDER BEI DIR. VERTRAUE.

 

Oh Himmel, er hat sich gemeldet. Mein Herz wurde von einer Welle erfasst. Er war nicht tot. Er lebte. Er hatte mir geschrieben. Uff!
Doch im nächsten Moment machte es mich ebenso wütend. Wieso ging er so mit mir um? Wieso rief er mich nicht an? Was sollte das? Und war das überhaupt er?
Ich hatte die Hoffnung, dass er mehr schrieb, dass ich ihn jetzt fassen konnte, dass Kontakt war. Doch ich wurde enttäuscht, es kam tagelang nichts von ihm und ich wusste nicht, woran ich war.

 

Ein wahre Liebesgeschichte - <br>(vorerst) letzter Teil Die Prüfung

 

 

Ich fiel in einen tiefen Strudel

Und dann kam sie, die Welle. Sie erfasste mich vollständig und spuckte mich vorerst nicht mehr aus. Sie verschlang mich. Ich fiel und fiel und fiel. Nichts war mehr anwesend, als dieses tiefe Fallen ohne je aufzuhören. Ich fiel endlos. Die Dunkelheit hatte mich eingesogen. Sie spielte mit mir. Sie warf mich erbarmungslos hin und her, sodass ich nicht mehr wusste, wer oder wo ich war. Etwas erfasste mich, was grösser war als mein kleines ICH. Und ich erkannte, dass ich schon oft an diesem Abgrund gestanden hatte, ohne hineinzufallen. Ich war immer weggegangen und hatte gesagt: Später…vielleicht?!

Jetzt wurde mir dieser Abgrund, dieses Namenlose zur täglichen Gefährtin, ja, ich sage, es war etwas Weibliches, in dass ich fiel, das spürte ich. In meinem ganzem Leben hatte mich noch nie ein solcher Schmerz überfallen. Und ich kannte Schmerz gut. Doch dies hier war anders. Der Schmerz brach sich unkontrolliert Bahn in unmöglichsten Situationen. Zum Beispiel beim Autofahren. Oder wenn jemand vor mir stand und etwas sagte. Es schüttelte mich durch und ich hatte KEINE Macht darüber. DIES war die Macht, sie nahm mich und rüttelte mich durch. Kein einziges Tool, keines meiner „Werkzeuge“ half. Ich war am Urgrund des Schmerzes, am Urgrund meiner Wunde. Die des „Getrennt seins“. Der Verlorenheit. Des Unwürdigseins, nicht gut genug seins, es wieder mal nicht geschafft habens,

Ich war so klein wie ein Staubkörnchen. Ein Nichts. Wertlos. Nutzlos. Herausgefallen. Und wenn ich das hier schreibe, denkst du vielleicht, ja, das kennen wir doch alle…
Nein, behaupte ich, DAS kennen nur Wenige in seinem ganzen Ausmass. In seiner gesamten Verlorenheit. Ich war dabei zu sterben, wieder einmal, doch diesmal radikal in seiner Gesamtheit und keine Abwehr vermochte dies aufzuhalten.

Ich weinte schluchzend allen meinen Freunden wochenlang die Ohren voll. Nichts half oder versprach Linderung. So ging ich durch den Tag. Tief in mir ahnte ich, dass hier etwas Kostbares geschieht, doch der Schmerz drohte mich schier umzubringen. WAS WAR DAS?

 

Ich hatte einen Teil von mir wiedergefunden
und nun war er weg

Hättest du mir jemals gesagt, dass ich so empfinden würde, hätte ich laut gelacht. „Ein Teil von mir“ und Dual und Zwillingsflamme waren für mich ein Schubladen Konzept, um etwas Geschehenes romantisch zu (v)erklären. In meiner Not wandte ich mich an ein mir empfohlenes Medium, da meine Gefühle in dieser Zeit nun wirklich nicht verlässlich waren. Diese sagte mir, dass Batu meine Dualseele sei und dass dieser Prozess von äusserster Wichtigkeit sei, damit wir etwas lernen, um dann wieder vereint zu werden. Sie sähe sogar eine Hochzeit und dies sei nicht vielen vergönnt. Danke, liebe Steffi, wenn du das hier liest, du warst mein Halt in dieser Zeit und daraus ist eine Freundschaft entstanden. Durch dich habe ich mich zum ersten Mal tiefer mit dem Thema „Duaseele und Zwillingsflamme“ beschäftigt. Ich erfuhr, dass es immer bei Dualseelenliebe nach einem bestimmten Muster ablief. Was ich in einem Buch nachlas, MACHTE MICH SPRACHLOS. Ich las unsere Geschichte und dass man den schlimmsten Schmerz seines Lebens erlebt,als würde ein Teil von dir selber weggerissen werden. Und weiter…dass immer einer der Liebenden sich wieder entfernt (das Leben es so dreht), dass der andere verlassen wird. Lernen beide ihre Lektionen, kommen sie wieder zusammen, doch es ist eher selten.

 

Ich hatte keine Ahnung,
wie ich das heilen sollte

Auch meine Freundinnen fühlten fest, dass Batu wiederkommt und dass er etwas Schlimmes durchmache. Meine Freundin Susanne ( ich lieb dich), hat mir medial so geholfen. Auch sie sah eine Hochzeit, doch daran konnte ich nun gar nicht glauben.Jede Woche ungefähr bekam ich kurz eine Nachricht. In etwa immer so:
Vertraue. Ich liebe dich. Bald bin ich wieder da und dann für immer.

Jede Woche hoffte ich, dass Batu wiederkommt. Ich spürte ihn und unsere Liebe in jeder Zelle blühen. Ich spürte ihn so fest, so nah, während mir meine Aussenwelt langsam deutlich machte, ich solle ihn doch mal langsam vergessen. Ich wachte mit Batu auf, ich ging mit ihm durch den Tag und ich schlief mit ihm ein. Unverbrüchlich, fest, immerdar. Des Tages streichelte ich seine Armbrust. Sie erschien mir als einziges Bindeglied. Oft wünschte ich mir, ihn einfach nur aus meinem Kopf zu bekommen. Doch was ich auch immer tat, es half nichts. Ich weinte und weinte, ich glaube, viele Seen wären durch meine Tränen gefüllt worden.

Ich war verletzt, dass er mich nicht einmal anrief, alles war so geheimnisvoll, so undurchsichtig für mich, ja, manchmal dachte ich auch, dass Batu vielleicht an einer geheimen militärischen Mission teilnahm und sich deshalb so verhielt. Oder vielleicht hatte er eine andere Frau, war er verheiratet…alles konnte sein.Es war verwirrend und verdreht und ich hielt es kaum aus, ich konnte mich nicht davon lösen, ich schluckte und schluckte…bis…ich eines Morgens, nach Wochen ihn zum ersten Mal loslassen und mich MIR zuwenden konnte. Der Schmerz war derselbe, doch ich hielt nicht mehr daran fest, dass er zurück kommt. Und gleichzeitig trug ich diese Liebe in meinem Herzen, denn ich wusste, aus dieser Nummer komm ich nicht mehr raus. Kein Mann danach würde je seinen Platz einnehmen können. Und dennoch lebe ich, will ich leben, ob mit oder ohne ihn…obwohl, ob mit ihm leiblich oder mit ihm energetisch, so ist es besser gesagt.

Ich liess mich tragen von der Natur. Ich weinte an meiner Trauerweide, ich sass stundenlang in der wärmenden Sonne, hörte den Vögeln zu, umarmte meine Pferde und sog ihren würzigen Duft ein. Alles in mir wurde still. Voller Schmerz. Doch still. Ich hatte unendliches Mitgefühl mit mir, fühlte alle Frauen dieser Welt, die so etwas durchmachten. Oft lag ich auf der Wiese und fühlte mich wie eine der „Kriegsfrauen“, die jahrelang nicht wussten, ob ihr Mann verschollen oder tot sei. Ich weinte mit ihnen heisse Tränen und ich wusste, dass jede Träne es wert war geweint zu werden für all diese Frauen, mit denen ich mich verbunden fühlte. Ich weinte um uns Frauen, die sich oft so klein und unwürdig fühlen, so verletzlich, herausgefallen aus dem Nest und vor allem…ABGETRENNT.

Ich versuchte zu fühlen, wie ich verbunden bin, saugte die Wunder der Natur in mich auf und liess mich berühren, bis Tränen kamen. Inzwischen bekam ich Nachricht von Batu, dass sein geliebter Hund Black durch Borreliose seit drei Wochen im Sterben lag. Was war mit ihm, dem Mann, den ich liebte? Was war, wenn er auch nur seinen Prozess durchmachte so gut es ging? Auch das musste ich wieder loslassen, ich war ja da, ich fühlte Liebe, aber ich würde auch nicht ewig warten. Ich machte mich auf. Ich hatte keine Ahnung, wie wir das Schmerzvolle zwischen uns wieder ins Lot bringen könnten…

 

Ganz langsam fühlte ich mich
wieder in meiner Macht

Zuhause begann ich Batus Dinge liebevoll in einen Nebenraum zu bringen. Ich veränderte meine Schlafstätte und trennte mich von unserem gemeinsam gestalteten Betthimmel. Ich liess MICH wieder mehr ein ohne IHN zu verlassen. Es gab die Möglichkeit noch, dass er wiederkam, doch nach diesen Wochen glaubte ich nicht mehr daran und vor allem stellte ich mir die Frage, was dann sein soll.

Nachdem ich wieder Tage nichts gehört hatte, beschloss ich, mir meine Seelenanteile zurückholen zu lassen, die ich durch den Schock nicht mehr bei mir fühlte. Ich bat Jemanden darum, den mein Herz sich ausgesucht hatte und liess mich auch homöopathisch unterstützen.

Wir machten die Powersitzung am Telefon und es war sooo bewegend, da ich mit jedem Teil fühlte, wie meine Kraft zurückkam, meine Freude, mein Hunger nach Leben, die Erkenntnis, dass die Liebe zu Batu immer sein wird und mich durchs Leben trägt. Diese Seelenrückholung war gigantisch und in genau dem Augenblick als alle Anteile wieder da waren, sah ich an meinem Telefon, dass Batu versuchte mich anzurufen…

 

Wie alles mit allem verbunden ist

Was für eine Kraft, wie sehr wir doch verbunden sind. Ich ging nicht ans Telefon, da die Sitzung noch nicht zu Ende war, und wundere mich noch heute darüber, dass ich das schaffte. Man stelle sich das einmal vor, wochenlang habe ich auf einen Anruf gewartet und in dem Moment, wo ich mich aufmache und loslasse und kommt dieser Anruf und ich gehe nicht ran. WOW. In diesem Moment hat mein ganzer Körper reagiert und alles floss, so sehr, dass ich es nicht mehr rechtzeitig schaffte zur Toilette.
Nach der Sitzung atmete ich tief durch. Ich betete zur grossen Göttin, in deren Schoss ich all die Wochen lang durchwalkt wurde. Und einige Minuten später klingelte es und ich hörte Batus Stimme an meinem Ohr.

 

Jedes Ende ist ein neuer Anfang

Tatsächlich kam Batu zwei Tage später wieder nach Hause. Egal was zuvor auch war, die Liebe war stärker denn je spürbar. Ich war erst sehr zurückhaltend und tagelang musste Batu meine Fragen beantworten, was er geduldig tat. Es schmerzte mich sehr, ihn ohne seinen Hund Black zu sehen. Wir redeten tagelang, manches konnten wir klären, einiges haben wir stehen gelassen. Auch er war durch einen tiefen Prozess gegangen, hatte viel erlebt. Er war so gefangen durch all das, was geschehen war, er hatte wochenlang um seinen Hund gekämpft, er musste auf dem Weingut seinen Nachfolger finden, sein Handy wurde geklaut, indem er einfach ALLES installiert hatte, Bank, Daten, Telefonnummern. Er konnte nichts deaktivieren, um mit der Polizei zusammenzuarbeiten und und und…

Egal, was da war, er war jetzt hier und hatte sein vergangenes Leben vollkommen abgeschlossen, um mit mir in ein Neues Leben zu gehen. Auch die klassische Ex trat noch einmal an uns heran, um uns zu prüfen, es war eine Zeit der Reinigung und Klärung. Und als ich in einem Augenblick heulend da stand und zu Batu sagte, wir müssten eine Patientenverfügung schreiben und ich müsse alle sein Daten wissen, damit nicht noch einmal, kein einziges Mal so etwas geschähe und ich immer wisse, was mit ihm sei, da sagte er mir, er wisse schon längst die Lösung und nahm mich lächelnd in die Arme. Einen Tag später, an meinem Geburtstag bekam ich einen Heiratsantrag und jetzt sind wir seit einer Woche verheiratet.
Und jetzt?

Jetzt dürfen wir dieses Geschenk an uns mit Leben füllen, mit Jahren, mit Glück, Lachen, Verbundenheit, Lernen, Stolpern, Hinfallen und wieder Aufstehen. Mit Verständnis, Zärtlichkeit, dem Flüstern des Augenblicks, mit Heilungen und Segnungen.

Möge es uns gelingen und mögen viele Menschen von unserer Liebe angesteckt werden.

 

Ein wahre Liebesgeschichte - <br>(vorerst) letzter Teil Die Prüfung

 

ENDE oder besser NEUER ANFANG

 


Bilder von unserer wunderbaren Hochzeit, unserem neuen Hund Nayade unser gegenseitiges Hochzeitsgeschenk, mehr über die Ökologie und Philosophie der Farm, auf der wir wohnen und all die wunderbaren Geschichten der Menschen und Tiere, gibt es  auf unserer Seite Der Krieger und die Königin.

Das Fotos von mir und Batu sind von meiner lieben Freundin Jasmin Bojé. Ihre Facebook Seite findest Du hier.

 

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Wir erzählen Dir unsere Geschichte und versuchen so ehrlich wie möglich zu sein. Wir tun dies, weil eine wahre Liebesgeschichte unendlich viel Kraft besitzt und vieles bewirken kann. Wir bitten dich, in jeder Sekunde achtsam und respektvoll damit umzugehen. Aus Liebe zum Leben…

 

Herzensgrüße!

Lilia

Lilia Christina Martiny

Lilia Christina Martiny

info@sternberg-hof.de
2 Kommentare
  • anja barbara myriel

    15. September 2017 um 15:07 Antworten

    liebe lilia, vielen dank für dein wundervolles inspiriertes schreiben <3 <3 <3 du hast einen so mitreissenden und so klaren schreibst!!!! Kompliment auch dafür!
    deine Erlebnisse sind wirklich kraftvoll und gemeingültig sozusagen…wir alle – oder viele von uns- können sich damit identifizieren und von und mit dir lernen – zugleich!! und das ist so besonders, sind wir in einer phantastischen romangeschickte mitgerissen…
    besser gehts nicht 😉
    ich wünsche dir und deinem batu alles Glück und Freude, kraft und Sternstunden, die nur möglich sind und sein werden
    und ich freue mich auf mehr von euch, wenn für dich der Zeitpunkt passt…irgendwann, wann auch immer (lass dich nicht drängen ;))
    herzensgrüsse
    anja

    • Lilia Christina Martiny

      Lilia Christina Martiny

      18. September 2017 um 9:57 Antworten

      Liebe Anja, welch große Freude deinen wundervollen Kommentar zu unserer Geschichte zu lesen. Welche Wertschätzung meiner »Schreibkünste«! Danke von Herzen dafür. Du hast Recht, ich staune immer wieder, wie sehr wir Menschen miteinander verbunden sind und ähnliches durchmachen. Und Du darfst Dich freuen, noch mehr von uns zu hören, denn mein lieber Batu wird unsere Geschichte noch aus seiner (männlichen) Sicht erzählen. Dir, liebe Anja, wünsche ich nun Glück und Freude für Deinen Weg. Danke für Dein Hinlauschen. Liebe Grüße, Lilia

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